Feuerwehr ABC -A wie Atemschutzgeräteträger

Als Atemschutzgeräteträger bezeichnet man Personen, die sowohl medizinisch als auch ausbildungsmäßig in der Lage sind, ein Atemschutzgerät zu tragen. Diese Geräte sollen bei arbeiten beziehungsweise Einsätzen verhindern, dass reizende oder gar giftige Stoffe in die Augen oder Atemwege und somit in den Blutkreislauf geraten.

Zum Tragen von (Umluft unabhängigen) Atemschutzgeräten ist die von der Berufsgenossenschaft geforderte arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach Grundsatz G26 „Atemschutzgeräte“ nötig.

Außer dieser notwendigen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung sind für die Aufnahme der Tätigkeit als Atemschutzgeräteträger im Katastrophenschutz erforderlich:

  • Die einmalige erfolgreiche Ausbildung zum Tragen von Atemschutzgeräten. Dieser Lehrgang dauert mindestens 25 Stunden.
  • Die jährliche Belastungsübung in einer Atemschutz-Übungsanlage.
    Dabei ist mit dem Atemluftvorrat von 1600 Litern eine Gesamtarbeit von 80kJ, ab dem 50.Lebensjahr von 60kJ, zu erbringen. Diese kann beispielsweise durch Begehen einer Orientierungsstrecke sowie durch Verrichten von 25kJ Arbeit an mehreren verschiedenen Arbeitsmessgeräten (Endlosleiter, Laufband, Fahrradergometer) im Konditionsraum erbracht werden.
  • Eine jährliche praktische Einsatzübung, bei der möglichst unter Einsatzbedingungen einsatztypische Tätigkeiten auszuführen sind.
  • Eine jährliche theoretische Unterweisung in das Atemschutzgerät, die Überwachung und auch die Notfallsysteme.

Sicherheit beim Atemschutzeinsatz

Der Sicherheitstrupp ist ein Trupp, der speziell zur Rettung eines verunfallten Atemschutztrupp vorgehalten wird. Er wird bei unübersichtlichen Einsatzstellen bereitgestellt und ist für jeden Angriffsweg vorgeschrieben.
Zusätzlich dazu wird bei einem Einsatz von Atemschutzgeräteträgern eine Atemschutzüberwachung geführt, in der unter anderem die Zeit des Einsatzbeginns, Zeit beim Erreichen des Zielorts, Aufenthaltsorte sowie der im Gerät verbleibenden Druck dokumentiert wird.
Der Einsatz unter Atemschutz zählt zu den gefährlichsten Einsatzaufgaben und setzt deshalb wichtige Sicherheitsvorkehrungen und eine gute Aus- und Fortbildung der Trupps sowie entsprechende Einsatzausrüstung voraus.

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